Bis ans Ende der Geschichte – Jodi Picoult *Rezension*

Inzwischen habe ich schon ein paar wirklich gute Bücher von Jodi Picoult gelesen und war bsi jetzt immer sehr angetan. Besonders Ein Lied für meien Tochter fand ich total bewegend und mitreißend. Und wenn ich erstmal Blut geleckt habe bei einem bestimmten Autor, dann muss ich noch weitere Bücher lesen, so auch in diesem Fall. Das Buch ist Ende August erschienen und ich musste es dann auch lesen und das war eine gute Entscheidung.

Autor Jodi Picoult
Titel Bis ans Ende der Geschichte
Verlag C. Bertelsmann Verlag
Seitenanzahl 561 Seiten
Preis Gebundene Ausgabe 19,99 Euro, eBook 15,99 Euro

Autor

Jodi Picoult, geboren 1967 auf Long Island, New York, lebt heute nach ihrem Studium in Princeton und Harvard mit ihrem Mann und den drei Kindern in Hannover, New Hampshire. Sie gehört zu den faszinierendsten angelsächsischen Erzählern und besitzt die seltene Gabe, die Zerbrechlichkeit und Komplexität menschlicher Beziehungen in ihren Romanen festhalten zu können. 2003 wurde sie mit dem New England Book Award ausgezeichnet. Zuletzt erschienen auf deutsch mit großem Erfolg ihre Romane »Beim Leben meiner Schwester« und die »Die Wahrheit meines Vaters«.

Quelle Randomhouse

Kurzbeschreibung

021_10217_158901_xxlSage Singer ist eine junge Bäckerin. Sie hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und fühlt sich schuldig, weil sie den Wagen gelenkt hat. Um den Verlust zu verarbeiten, nimmt sie an einer Trauergruppe teil. Dort lernt sie den 90jährigen Josef Weber kennen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma: Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Meine Meinung
Ausnahmsweise schreibe ich mal keine  Inhaltsangabe mehr mit eigenen Worten, ich habe bei diesem Buch zu große Sorgen das ich einfach mal wieder zu viel verraten könnte. Deswegen ist die Inhaltsangabe und meine Meinung in einem abschnitt zusammen gefasst.
Das Buch wurde aus der Sicht von verschiedenen Personen geschrieben. Da ist zum einen Sage Singer, die nach einem Unfall eine Narbe im Gesicht hat und sich derer schämt, sie arbeitet in der Nacht in einer Bäckerei und geht in eine Trauergruppe um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten.
Dann gibt es Josef Weber, ein Mann Anfang 90 und zu Anfang in Sages Augen sehr sympathisch und freundlich, doch er trägt ein dunkles Geheimnis mit sich.
Sages Oma Minka spielt in diesem Buch auch noch eine große Rolle und auch aus ihrer Sicht werden verschiedene Kapitel geschrieben und zu guter letzt gibt es noch Leo, der für den Staat arbeitet und die Verbrecher sucht, die zu der Nazi Zeit getötet haben.
Die ganze Geschichte dreht sich eigentlich darum das Josef möchte, das Sage ihm vergibt. Sage soll ihm Dinge vergeben die er getan hat, als Minka die Großmutter selber noch eine junge Frau war. Josef hat zig Juden getötet, weil es seine Aufgabe war, doch Sage will erst seine ganze Geschichte hören um ihm verzeihen zu können. Minka erzählt aber auch Sage ihre Geschichte und so weiß Sage nachher nicht mehr wie sie mit all dem gehörten umgehen soll.
Klar kenne ich die Geschichte aus der Hitler Zeit und ich weiß auch genau das es grausame Deutsche gab die andere Menschen eiskalt umgebracht haben, nur weil sie eine andere Religion haben, eine andere Hautfarbe oder eine andere sexuelle Orientierung haben. Aber nachdem ich jetzt das Buch gelesen habe wusste ich zu erst nicht ob ich sagen soll das es ein gutes Buch ist oder ob es nur schrecklich ist. Gerade wenn ich daran denke, das zur Zeit die Flüchtlinge nach Deutschland kommen und man auf Facebook und Co wieder die ganzen ätzenden Sprüche sieht das die hier nichts verloren haben. Und nachdem ich jetzt bestimmt eine Woche oder mehr damit gewartet habe diese Rezension zu schreiben, bin ich der Überzeugung das dieses Buch einfach nur richtig gut geschrieben wurde. Ich habe von meiner Mutter schon viel von dem Krieg gehört und wie schrecklich es damals in Paderborn war, was alles weg gebombt wurde und dann wieder neu aufgebaut werden musste. Aber wenn man dieses Buch dann liest und die Geschichte sowohl aus der Sicht von dem Nazi Josef liest, wie auch aus der Sicht von der jungen Jüdin Minka, ist es noch mal wieder was anderes. Es wurde so glaubhaft beschrieben wie Josef die Juden vor einen Graben in Reihe hat aufstellen lassen und dann einfach einen nach dem anderen erschossen hat ohne mit der Wimper zu zucken. Auch wie Minka erzählt wie es war, als sie verladen wurde und nach Auschwitz gebracht wurde. Wie sie in der Schlange gestanden hat und vom Reichsarzt untersucht wurde und dann in eine neue Schlange eingeteilt wurde die nicht in die Gaskammer führt.
Ich habe wirklich schon lange kein Buch mehr gelesen, was mich so berührt hat und mich so lange hat grübeln lassen. Auch das ich so lange gebraucht habe um meine Meinung zu einem Buch in den Blog zu schreiben ist eher aussergewöhnlich. Ich will das eigentlich immer direkt machen damit ich nichts vergesse, aber in diesem Fall musste ich das alles erst mal sacken lassen. Wer auch immer für Jodi Picoult recherchiert hat, hat verdammt gute Arbeit geleistet. Josef ist gebürtig aus Wewelsburg was bei Büren im Kreis Paderborn liegt und das ist die Ecke in der ich aufgewachsen bin. Die Wewelsburg ist für ihre Nazi Vergangenheit wirklich bekannt und es gibt auch heute noch eine große Ausstellung rund um das Thema. Ich fand es absolut faszinierend ein Buch einer Amerikanischen Autorin zu lesen die ein Ort beschreibt den man selber so gut kennt und genau weiß was es mit dem Ort auf sich hat. Ich konnte mir auch bei den anderen Orten die sie beschrieben hat genau vorstellen wie es ausgesehen haben muss. Also Respekt an dieser Stelle sich für ein so schwerwiegendes Thema wie den Nationalsozialismus als Hintergrund einer Geschichte zu entscheiden. Aber nur mal am Rande, wenn jetzt jemand denkt es wird irgendwas aus der Hitler Zeit verschönigt oder gut geredet, der täuscht sich.
Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sternen für dieses Werk von Jodi Picoult. Ich werde das Buch immer wieder weiter empfehlen und kann es nur jedem ans Herz legen.

Bildrechte liegen beim Verlag!!!

Da es in diesem Buch zum größten Teil um die Vergangenheit von Josef und Minka geht, möchte ich die Rezension nutzen um das Buch im Rahmen vono Daggis Challenge für die Aufgabe 15 Lese ein Buch das in der Vergangenheit oder in der Zukunft spielt zu nutzen.

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