Vergiss nicht, dass wir uns lieben – Barbara Leciejewski *Rezension*

Nachdem mein eReader nun Wochen nichts zu tun hatte, musste das mal wieder geändert werden und ich habe mir mal wieder ein eBook geschnappt. Nachdem ich gesehen habe, das der FeuerWerke Verlag immer wieder richtig tolle und interessante Bücher hat, habe ich mich für ein Buch aus dem Verlag entschieden, was ich vorab lesen durfte.
Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte wie man sie normal kennt, Frau lernt Mann kennen und am Ende heiraten sie und bekommen Kinder, nein denn diese Story hat noch jede Menge Spannung und auch einen kleinen Teil SciFi. Aber wer weiß was in 100 Jahren alles möglich ist.

Autor Barbara Leciejewski
Titel Vergiss nicht, dass wir uns lieben
Verlag FeuerWerke Verlag
Seitenanzahl 190 Seiten
Preis Taschenbuch 9,99 Euro, eBook 0,99 Euro
Erscheinungsdatum ist der 2. Oktober 2015

Autorin
Barbara Leciejewski schrieb ihren ersten Roman mit zwölf. Einen Liebesroman. Kitschig, naiv, etwa vierzig krakelige DinA5 Blockseiten, kariert. Kariert war ihr immer lieber als liniert. Der Berufswunsch danach war klar: Schriftstellerin. Ebenso klar war: Das wird man nicht, das ist kein Beruf.
Also dann: Abitur, vom Land in die Großstadt München gezogen, studiert (Germanistik und Theaterwissenschaft), Jobs am Theater (Regieassistenzen, Statisterie, Bühnenkram), Magisterarbeit über Kriminalromane geschrieben, Synchroncutterin geworden, Familie gegründet. Karierte Blöcke gekauft … da war doch was.
Man muss nicht Schriftstellerin sein, um zu schreiben, aber nur wenn man schreibt, kann man es werden. Computer gekauft (das hilft), geschrieben, verworfen, die Festplatte zugemüllt, geschrieben, den zweiten Roman beendet … Wurde auch Zeit!
Bisher haben drei Romane ihren Weg zu Verlagen gefunden. Nach wie vielen sich die Autorin Schriftstellerin nennen wird, ist ungewiss, gewiss ist nur: Sie schreibt weiter.
Quelle FeuerWerke Verlag

BarbaraLeciejewski_eBookCover-medKurzbeschreibung
Ein Mann und eine Frau erwachen zur gleichen Zeit an verschiedenen Stellen eines Waldes – ohne die geringste Erinnerung an ihre Vergangenheit oder ihre Identität. Im einzigen Haus der wunderschönen, aber menschenleeren Gegend am Meer treffen sie aufeinander.
Was wie ein Krimi beginnt, wird zu einer bewegenden Liebesgeschichte über zwei Menschen, die – losgelöst von allem – nur noch für den Moment und füreinander leben. Ein Zustand wie im Paradies.
Doch was geschieht, wenn eines Tages alle Rätsel gelöst werden, wenn die Vergangenheit zurückkehrt und wenn nur noch eine einzige Frage bleibt: Wie stark ist die Macht der Liebe wirklich?

Inhalt
Eine Frau erwacht in einem Wald, es ist ihr alles fremd und sie weiß nicht einmal mehr wer sie ist. Was ist nur mit ihr passiert? Sie macht sich nach langem zögern auf den Weg um irgendjemanden zu finden.
Ein Mann wird in einer fremden Umgebung wach, er stellt fest das er in einem Wald ist, aber er weiß nicht wer er ist und was passiert ist. Er bleibt zunächst liegen, wo sollte er auch hin und warum sollte er sich bewegen? Doch er entschliesst sich doch aufzustehen und sich vorwärts zu bewegen.
Die Frau findet ein Haus, vollkommen eingerichtet, aber sie kann nichts privates finden. Keine Briefe, keine Fotos, es ist nichts da. Auch der Mann kommt an das Haus, er denkt zunächst das die Frau dort lebt, doch es stellt sich heraus das beide nicht wissen wer dort lebt und beide nicht wissen wer sie sind. So kommen sie auf die Idee sich selber Namen zu geben. Die Frau heißt ab nun Paula und der Mann Johannes. Die beiden kommen sich langsam immer näher und bauen eine Bindung zueinander auf. Da es auch niemand anderen gibt, ist es zwangsläufig so. Da nun beide zusammen in dem Haus leben, haben sie sich dort genauer umgeschaut. Es gibt reichlich zu Essen und zu Trinken, der Vorrat im Keller ist voll, auch Holz zum Heizen ist genug vorhanden. Doch wofür eigentlich genug und wer hat dort die ganzen Lebensmittel gebunkert? Auch gibt es fertig eingerichtete Schlafzimmer mit Kleidung die den beiden perfekt passt. Wer lebt in dem kleinen Haus und wer hat die Kleidung und die Lebensmittel dort verstaut, gibt es vielleicht jemanden der regelmäßig auf die kleine Insel kommt und Lebensmittel liefert?
Es gibt für die beiden noch so viel zu lernen und heraus zu finden, was nicht immer ganz einfach ist.

Meine Meinung
Das Buch an sich finde ich absolut gut geschrieben. Man kann es wirklich in einem durch lesen und kann sich direkt die Protagonisten bildlich vorstellen. Da es im großen und ganzen nur um die beiden Personen handelt ist es auch leicht immer wieder mit der Autorin zu den Charakteren zu hüpfen. Es wird nämlich immer wieder zwischen den Protagonisten hin und her gehüpft. Mal kann man genau lesen wie Paula das alles sieht und erlebt, was sie fühlt und wie sie am zweifeln ist, aber dann gibt es auch noch die Sicht von Johannes. Es gibt eine Lovestory die ganz leise aus dem Hintergrund angeschlichen kommt und dann zu etwas wirklich ganz tollen wird, aber die Spannung das die beiden alleine auf einer Insel sind, darf man auf keinen Fall ausser acht lassen. Einzig die Art und Weise wie die beiden Protagonisten zu dem kompletten Gedächtnisverlust gekommen sind, finde ich etwas weit daher geholt, aber da kann man Stunden drüber diskutieren, was ich jetzt nicht machen möchte, denn dann würde ich etwas verraten, was ein ausschlaggebender Teil der Geschichte ist.
Ich für meinen Teil fand das Buch wirklich gut geschrieben und ich habe es gerne gelesen, nur weil ich etwas utopisch halte, heißt es nicht, das es schlecht ist. Vielleicht gibt es ja Situationen in denen ich genau so reagieren würde wie die beiden Protagonisten, aber die Vergangenheit prägt uns Menschen und macht aus uns das was wir sind.
Aber egal. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für Vergiss nicht, dass wir uns lieben. Wenn das Buch noch etwas länger gewesen wäre und man vielleicht noch ein bisschen ausführlicher geschrieben hätte wie es mit Paula und Johannes auf der Insel am Ende weiter geht und wie sie den Schock entgültig verarbeiten, würde ich wohl 5 Sterne verteilen. Aber im großen und ganzen muss ich schon sagen, es lohnt sich auf jeden Fall sich das eBook zu laden. Die Mischung aus Krimi/Thriller und Liebesgeschcihte finde ich gelungen.

Bildrechte liegen beim Verlag!!!

Es gibt da noch einen kleinen Nachtrag von der Autorin den ich freundlicherweise per Mail erhalten habe.
Die Möglichkeit zur Gedächtnismanipulation ist mitnichten eine Utopie, die in 100 Jahren vielleicht mal möglich ist, sondern etwas das heute schon intensiv erforscht wird und teilweise auch praktiziert. Es soll dazu dienen, Traumata zu bewältigen und vor allem eine Möglichkeit für Soldaten, die mit posttraumatischen Belastungsstörungen aus Kriegsgebieten heimkehren zu ‚heilen‘. Ein Mittel das dazu eingesetzt wird ist z. B. Xenon ein anderes heißt Zebularin. Ich habe in meinem Roman diese Möglichkeiten nur ein ganz klein wenig weitergetrieben, etwas überzogen. Aber eine Utopie ist es leider nicht, sondern eine für mich erschreckende weitere Möglichkeit, wie der Mensch mit den negativen Seiten seines Lebens umgeht. Negative, schmerzhafte Erinnerung? Lösch sie aus. Allerdings kann man in der Tat über das Für und Wider einer solchen Möglichkeit diskutieren.
Die Wissenschaft ist heutzutage soweit und es ist so viel möglich, was wir noch vor wenigen Jahren für Science Fiktion gehalten haben, dass man sich fragen muss, ob man sich darüber freuen soll oder ob man sich davor fürchten muss.

Print Friendly, PDF & Email

One Comment, RSS

  1. daggi 1. November 2015 @ 09:31

    Ich musste mich anfänglich etwas durchkämpfen, aber dann hat es mich richtig gefesselt.

    LG
    Daggi

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_negative.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_rose.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_smile.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_sad.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif 
http://dannybiest.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif