Das was man Leben nennt – Lara Licollin *Rezension*

Mich hat vor ein paar Tagen eine total liebe Mail erreicht. Ich habe keine Ahnung wie die junge Dame an meinen Blog gekommen ist, aber ich fand es lieb das sie mich angeschrieben hat. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch mitten in 3 Büchern gesteckt und die wollte ich erst noch unbedingt lesen, also mit einem schlechten Gewissen hat die Autorin dann eine Mail zurück bekommen das ich es total lieb finde das sie mich kontaktiert hat und ich ihr Buch sehr gerne lesen würde, der Klappentext hörte sich nämlich sehr viel versprechend an. Das war kein Problem und am Samstag ist dann das Buch bei mir angekommen.

Auf den ersten Blick erstmal total unscheinbar und nichts sagend, aber wenn man das Buch gelesen hat ist es was ganz anderes.

Titel Das was man Leben nennt
Autor Lara Licollin
Verlag Selfpublisher
Seitenanzahl 248 Seiten
Preis Taschenbuch 9,10 Euro, eBook 5,99 Euro

Kurzbeschreibung

31IErva7WqLZoe ist verzweifelt. So verzweifelt, dass sie für sich keine andere Möglichkeit mehr sieht als den Tod. Und ausgerechnet Ben, der nicht gerade als der selbstbewussteste Mensch auf Erden bezeichnet werden kann, begegnet ihr in diesem Moment. Verzweifelt versucht er, Zoes und schließlich auch seinem Leben einen Sinn zu geben. Denn der Tod war noch nie eine Alternative zum Leben. Man muss nämlich einfach nur wissen, wofür es sich wirklich lohnt, zu leben. Ein Roman über die Bedeutung der Liebe mit Gedanken über die heutige Gesellschaft, die zum Nachdenken anregen sollen.

Inhalt
Zoe ist total verzweifelt, es scheint für sie keinen anderen Ausweg mehr zu geben wie den Freitod. Sie will das, was man Leben nennt, einfach nur noch beenden. Deswegen steht sie auch auf einer Brücke über der Elbe.
Aber auch Ben ist nicht sonderlich glücklich. Jeden Tag geht er in die Firma, arbeitet hart als Computertechniker und jeden Abend geht er eine kleine Runde spazieren, immer über diese Brücke über der Elbe. So auch an diesem Abend. Er sieht Zoe auf der Brücke stehen und weiß zuerst nicht wie er reagieren soll, wenn er sie erschrecken sollte fällt sie und genau das will er doch vermeiden. Auch mit viel guten zureden schafft es Ben zunächst nicht Zoe davon zu überzeugen, dass das Leben lebenswert ist und das man über alles reden kann. Zoe sieht das ganz anders und kontert direkt das es nichts bringt über alles zu reden, reden sie Menschen am Gaza Streifen und lösen so ihre Probleme? Da muss auch Ben einsehen das Zoe nicht ganz unrecht hat.Aber es gelingt ihm dann doch noch irgendwie sie von der Brücke mit nach Hause zu nehmen. Dort lernt er Zoe im laufe von ein paar Tagen besser kennen und erfährt viel von ihrem denken, über was sie sich alles Gedanken macht und das der Gedanke an Selbstmord noch nicht vom Tisch ist. Zoe sieht in der Zeit vor allem das da jemand ist der Interesse an ihr hat, sich für sie Zeit nimmt und ihr wirklich zuhört. Das hat sie sonst in ihrem normalen Leben nicht, es interessiert sich niemand für sie.
Nach ein paar Tagen verlässt Zoe Ben wieder und lebt erstmal auf der Strasse, sie hat nämlich dummerweise ihren Schlüssel vergessen. Sie setzt sich eine neue Grenze, wie lange sie noch weiter leben muss, doch aus irgendwelchen Gründen geht es immer weiter und weiter.
Sie hat Ben nicht vergessen und Ben denkt auch immer wieder an Zoe.

Meine Meinung
Tja was soll ich da jetzt zu sagen?
Lara Licollin beschreibt wirklich sehr faszinierend die Gedanken von Zoe und wie sie sich fühlt, das sie einsam ist und viel wichtiger was sie alles bewegt. Es geht um die Umwelt, um die Menschen und um die Tiere, wie verschwenderisch wir in der heutigen Zeit leben in der wir alles im Überfluss haben und das wir so viele Lebensmittel weg schmeissen die einen anderen Menschen noch eine komplette Mahlzeit sein könnten. Lara Licollin beschäftigt sich mit den aktuellen Themen die uns alle etwas angehen und die uns nicht gleichgültig lassen sollten. Auch wie Zoe in der Hochschule von ihren Mitkomolitonen gehänselt und runter gemacht wird, weil sie „nur“ 13 oder 10 Punkte in einer Klausur bekommen hat. Dabei sollten wir uns doch erstmal alle um unseren Kram kümmern bevor wir lästern und hänseln. Wir wissen nie wie es in unserem gegenüber aussieht und wie anstrengend das lernen, leben und jeden Tag weiter machen für ihn ist.
Es ist für den einen vielleicht ein Kinderspiel eine Klausur mit einer guten Note abzuliefern, aber jemand anderes hat vielleicht mit dem Thema Probleme oder aber kann nicht so gut lernen….
Ich für meinen Teil habe das Buch als absoluten Denkanstoß aufgefasst. Wir sollten nicht immer nur gucken was mit uns ist, einfach mal über den Tellerrand hinaus schauen und sei es nur ein nettes „Danke“ wenn die Tür aufgehalten wird von jemand fremdes. Ein freundliches lächeln bei der Dame am Empfang auf der Arbeit oder dem Busfahrer. Es kostet uns kein Geld und es tut auch kein bisschen weh, wenn wir auch mal wieder an unsere Mitmenschen denken.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei Lara bedanken das ich zum einen die Möglichkeit hatte ihr wirklich gelungenes Buch zu lesen und das sie mir auf diese Art mal wieder gezeigt hat, wie leicht es ist anderen Menschen eine kleine Freude zu machen oder wie leicht es ist freundlich und mit einem Lächeln durchs Leben zu gehen. Man hat immer sein Päckchen zu tragen, egal ob es der Chef ist, der stänkernde Nachbar oder vielleicht die nicht heilbare Krankheit, jeder Mensch hat Probleme, aber wenn wir uns alle ein bisschen zusammen nehmen und mal wieder mehr lächeln und freundlicher zueinander sind, dann kann man auch aus den schlechten Dingen noch was gutes heraus holen.
Von mir gibt es klare 5 von 5 Sterne für das Buch! Die Story ist absolut gelungen und der Weg bis zu dem tollen Ende hat mich wieder mal daran erinnert das es mir doch verdammt gut geht, auch wenn es in meinen Augen vielleicht manchmal anders aussieht.

Bildrechte liegen bei der Autorin!!!

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